Unsere Landratskandidatin

Am 26. Januar 2011 nominierte der Kreisverband BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Mecklenburgische Seenplatte mit überwältigender Mehrheit die gebürtige Mecklenburgerin Kathrin Grumbach aus Röbel/Müritz zur Landratskandidatin.

Wer ist Kathrin Grumbach?

Kathrin Grumbach wurde 1964 in Mirow geboren, wo sie als Kind das Leben in der Natur schätzen gelernt hat. Nach der Schule absolvierte sie zunächst eine Ausbildung zur Zootechnikerin und Mechanisatorin für Milchproduktion und bildete sich anschließend zur Diplom-Agraringenieurin (FH) weiter. Ab 1986 war sie im VEV Fleischkombinat Neubrandenburg zuständig für den Schlachtvieh- und Ferkelhandel im Kreis Röbel. Seit 1993 arbeitet sie in der Tourismusbranche und ist seit 1996 Inhaberin des in ganz Mecklenburg-Vorpommern agierenden touristischen Dienstleistungsunternehmens ibena Müritz & Natur Reiseservice in Röbel/Müritz.

Erste politische Erfahrungen machte Kathrin Grumbach bei den DDR-Grünen. Nach der Wende wurde sie in den Vorstand des Kreisverbandes Mecklenburgischen Seenplatte von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN MV gewählt. Sie war Mitglied im Kreistag Müritz und Mitarbeiterin des Wirtschafts- und Umweltausschusses. Seit zwei Jahren ist Kathrin Grumbach Leiterin des Ausschusses für Umwelt, Ordnung und Sicherheit im Landkreis Müritz und Stadtvertreterin in Röbel/Müritz. Als leidenschaftliche Mecklenburgerin engagiert sie sich zudem ehrenamtlich als Vorsitzende des regionalen Heimatvereins Bund für Natur und Heimat Müritz Elde e.V (BNH).

Was will unsere Landratskandidatin?

Kathrin Grumbach möchte die Mecklenburgische Seenplatte so schön erhalten, wie sie ist. Sie möchte für die Menschen vor Ort die Grundlagen für ein lebenswertes Leben schaffen, erhalten und ausbauen. Sie möchte zusammen mit den Menschen aktiv am Leben teilnehmen, sie dabei motivieren und unterstützen.

Ihre Themenschwerpunkte:

Landwirtschaft, Tourismus, Naturschutz - eine Einheit!

Wir leben in einer Kulturlandschaft, die durch Jahrhunderte langes Wirken des Menschen geprägt ist. Gegenwärtig droht durch die fortschreitende Industrialisierung und Technisierung eine Entfremdung des Menschen von der Natur und damit eine abnehmende Wertschätzung der Umwelt gegenüber. Die Landwirtschaft und der Tourismus leben aber von einer artenreichen, lebendigen und schönen Landschaft. Der Naturschutz hilft eine Balance zwischen Artenschutz, Landschaftspflege, Landwirtschaft und Tourismus zu schaffen.

Demographischen Wandel gestalten statt verwalten

Alte Menschen mit ihrem großen Erfahrungsschatz und ihren Erinnerungen sind eine Bereicherung für die Gesellschaft. Sie müssen am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Es gibt es viele Möglichkeiten, dies zu fördern:

Die Gemeindezentren und Internetcafe´s, Bibliotheken und Volkshochschulen können von Alt und Jung gemeinsam genutzt werden. Alternative Wohnformen wie das Wohnen 55+ und generationsübergreifende Wohngemeinschaften gehören ebenso dazu wie die Ansiedlung von Landärzten sowie der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, etwa durch Bürgerbusse. Eine „Oma-Hotline“ beispielsweise, mit der Großmütterliche Haushaltsunterstützung angefragt werden kann, verschafft älteren Menschen Aufgaben und hilft jungen Menschen, ihren Berufsalltag zu bewältigen.

Der demographische Wandel ist eine Chance für unseren Kreis. Durch ihn können Arbeitsplätze geschaffen, soziales Bewusstsein gestärkt und die Infrastruktur verbessert werden.

Hilfe zur Selbsthilfe anbieten statt unser Leben verwalten lassen

Landwirtschaftliche Produkte sollten in der Mecklenburgischen Seenplatte nicht nur erzeugt, sondern auch veredelt werden - etwa durch kleine Ölmühlen oder Molkereien. Die Wertschöpfung darf nicht nur woanders stattfinden, sie muss auch hier bei den Menschen in der Mecklenburgischen Seenplatte bleiben.

Die Kommunen müssen mit mehr finanziellen Mitteln ausgestattet werden, um vor Ort in die für sie wichtigen Projekte investieren zu können. Beispielsweise kann ein Gemeindezentrum gleichzeitig Kommunikationszentrum, Arztpraxis, Friseur, Jugend- und Altenclub sowie Touristeninformation sein.

Oft wissen Kommunen oder Projektträger gar nicht, welche Fördermöglichkeiten ihnen aus der EU, von Bund und Land, von freien und anderen Trägern oder Stiftungen zur Verfügung stehen. Wir brauchen einen Fördermittellotsen im Landkreis, der die Kommunen und die Bürger über die Fördermöglichkeiten für ihre Projekte berät.

Kathrin Grumbach erklärt zu ihrer Kandidatur:

„Ich bin hier aufgewachsen, lebe hier und möchte gerne hier alt werden. Daher kann mich die Entwicklung in unserem Lande nicht gleichgültig lassen. Nach wie vor fühle ich mich dem Leben im ländlichen Raum sehr verbunden. Landwirtin war einmal mein Traumberuf. Durch mein Wirken im Tourismusbereich habe ich in den vergangenen Jahren viele Regionen im gesamten Bundesland kennengelernt und wertvolle Kontakte auf der touristischen und politischen Ebene knüpfen können.

Mir ist es wichtig, dass mehr Frauen in der Männerdomäne Politik aktiv werden. Frauen gehen an viele Dinge anders ran. Platzhirsche haben wir genug. Da kann ein dickes Reh mehr nicht schaden! An der Kreisgebietsreform stört mich, dass die Funktionalreform dabei zu stark ins Hintertreffen gerät. Hier geht es nicht nur um den Neuzuschnitt der Kreise, sondern um eine Chance, etwas Neues und Besseres zu wagen. Fachmeinungen sollten ohne politischen Druck entstehen und dann geprüft werden. In meiner kommunalpolitischen Arbeit habe ich leider zu oft das Gegenteil erlebt.“

 

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