25.11.2003
An der Zukunft von Mecklenburg-Strelitz gespart
Bündnis 90/Die Grünen Kreisverband MST/NB/UER gegen Kürzungen für Jugendarbeit
Die Kürzung der Zuschüsse für die Jugendarbeit von 156 400 Euro auf 19 800 Euro ist ein Schlag gegen den Kopf für all diejenigen, die versuchen mit vernünftiger Jugendarbeit den Kreis attraktiv zu halten, damit nicht noch mehr Menschen den Kreis verlassen. Die wichtige Funktion der Jugendarbeit ist den Verwaltungsmitarbeitern und Abgeordneten anscheinend nicht bekannt oder wird, wie so oft in der Kinder- und Jugendpolitik ignoriert.
Frau Sievers versucht die Jugendlichen und die Menschen im Kreis für dumm zu verkaufen, wenn sie argumentiert, es gäbe weniger Jugendliche also wäre auch weniger Geld für die Jugendarbeit nötig. Nach dieser Argumentation wären es von 2003 nach 2004 plötzlich knapp 80% Jugendliche im Kreis weniger.
Die Kinder und Jugendlichen bedeuten die Zukunft für den Kreis, hier wird deutlich wie wichtig den greisen (statt weisen) Abgeordneten die Zukunft ist. Später regt man sich wieder über die Jugendlichen auf, sie würden nur an den Bushaltestellen herumlungern und kriminell werden. Die Verantwortung tragen die Verwaltung und die Abgeordneten die den Kürzungen zustimmen.
Bündnis90/Die Grünen widersprechen der Argumentation der Kreisverwaltung, wonach die Förderung von fünf Jugendzentren gerechtfertigt seien. Nach den Kürzungen der vergangenen Jahre steht die Forderung der Jugendarbeiter nach mehr Förderung dagegen. Um den Haushalt des Kreises zu retten gibt es genug andere Möglichkeiten um Geld einzusparen. Wenn man will und auch mal andere Förderungen kürzt und nicht immer den anscheinend leichten Weg geht und im Kinder- und Jugendbereich spart. Wer wundert sich bei dieser falschen Prioritätensetzung über die Politikverdrossenheit der Jugendlichen?



