Neuer Partner unterstützt Erfolgsprojekt in zweiter Runde

Nordkurier 15.03.2006

Von Hans-Joachim Guth

 

Neubrandenburg. Der bündnisgrüne Kreisverband Mecklenburg-Strelitz/Neubrandenburg/Uecker-Randow hat sich in die Diskussion um die Fortführung des Projektes â??Regionen aktivâ?? eingemischt. Die kurzsichtige Entscheidung des Regionalen Planungsverbandes Mecklenburgische Seenplatte demotiviere die erfolgreichen Akteure von â??Regionen aktivâ??, hieÃ? es gestern. Die Bündnisgrünen kritisieren in diesem Zusammenhang die Landräte der Seenplatte und den Oberbürgermeister der Stadt Neubrandenburg (alle CDU), denn sie würden leichtfertig Fördermittel des Bundes im fünfstelligen Bereich für die kommenden beiden Jahre vergeben.

Im Rahmen des Projektes â??Regionen aktiv â?? Land gestaltet Zukunftâ?? wurden in der Mecklenburgischen Seenplatte in den zurückliegenden vier Jahren innovative Produkte entwickelt und vermarktet (Nordkurier berichtete). Die enge Vernetzung von Landwirtschaft, Forschung und Regionalmarketing entwickelte sich zu einer Stärke des Vorhabens. Die daran geübte Kritik seitens des Regionalen Planungsverbandes sei nicht nachvollziehbar. Der Verein â??Natürlich!Mecklenburgische Seenplatteâ?? habe einen wichtigen Anteil am Erfolg des Vorhabens. Der OB und die Landräte würden mit ihrer negativen Entscheidung somit auch bürgerschaftliches Engagement mit FüÃ?en treten.

Die Projektförderung von â??Regionen aktivâ?? geht auf die ehemalige Bundesministerin Renate Künast (Bündnis 90/Die Grünen) zurück. Auch in anderen Modellregionen ging das Konzept auf, so dass ihr Amtsnachfolger Horst Seehofer (CSU) sich für eine Fortführung des Programms entschied. Vorbehaltlich einer Zustimmung aus dem Bundesfinanzministerium soll sich jetzt eine zweijährige Phase 2 anschlieÃ?en. Konkret in Richtung von Kathrin Knuth, Landrätin in Mecklenburg-Strelitz, gewandt, betonte Hendrik Fulda, bündnisgrüner Direktkandidat zur Landtagswahl für den Wahlkreis Mecklenburg-Strelitz I: â??Es kommt nicht nur darauf an, sich mit den Akteuren, wie Landwirt Hans Kruse auf der Grünen Woche fotografieren zu lassen, sondern auch eine Politik zu betreiben, die ihm und anderen Akteuren hilft.â??

Regionalmanagerin Constance Lindheimer bestätigte gestern, dass die Modellregion Mecklenburgische Seenplatte an der 2. Phase des Wettbewerbs teilnehmen werde. Finanztechnisch werde man nicht mehr vom Regionalen Planungsverband begleitet. Diese Funktion werde nunmehr das Amt für Landwirtschaft übernehmen.