Hendrik Fulda macht sich für die Wiederinbetriebnahme der Tiefenwasserbelüftungsanlage im Glambecker See stark

von marlies steffen
neustrelitz. Die Tiefenwasserbelüftungsanlage (TIBEAN) auf dem Glambecker See soll wieder eingeschaltet werden, um zu verhindern, dass sich die Wasserqualität in dem innerstädtischen See wieder verschlechtert. Für die Betriebsaufnahme macht sich der Grünen-Abgeordnete Hendrik Fulda stark. Nachdem Fuldas Vorsto� über den Ausschuss für Bau und Stadtentwicklung eine entsprechende Empfehlung an die Stadtvertretung zu geben, nicht zustande kam, will Fulda jetzt einen Antrag in die nächste Stadtvertretersitzung Ende April einbringen. Aus seiner Sicht drängt die Zeit, da die Frühjahrszirkulation in dem See einsetze. Die TIBEAN war zu Jahresbeginn abgeschaltet worden. Die eingesparten Kosten von jährlich rund 11 000 Euro gehören zum Haushalts-Sparpaket 2005. Das Grünen-Engagement für die Wiederinbetriebnahme der Anlage wird durch eine Stellungnahme von Frank Fechner, städtischer Referatsleiter für Wirtschaftsförderung/Tourismus und Umwelt, gestärkt. In dem auch Nordkurier
auszugsweise vorliegenden Schreiben heiÃ?t es, dass â??die durchgängig einwandfreie Badewasserqualität ausschlieÃ?lich auf den störungsfreien, durchgängigen Betrieb der TIBEAN zurückzuführen istâ??. In diesem Zusammenhang erinnert Fechner an die Entscheidung der Stadt, die Oberflächenentwässerung des Carolinums und der Hohenzieritzer StraÃ?e weiterhin als externe See-Belastungsquelle zu dulden. Dies sei in dem Bewusstsein geschehen, dass die TIBEAN die Gesamteinträge aus dem Badebetrieb und dem Oberflächenwassereintrag kompensiere. RegelmäÃ?ige Begleituntersuchungen würden diese Annahme bestätigen. Frank Fechner weist zudem darauf hin, dass sowohl die Zertifizierung â??Blaue Flaggeâ?? als auch das Betreiben der Badestelle auf eine durchgängig einwandfreie Badewasserqualität angewiesen sind.
Aktuellen Untersuchungen zufolge sind die ersten Auswirkungen der Abschaltung schon jetzt ersichtlich. Bereits Ende Februar ist der Sauerstoffgehalt im Tiefenbereich ab 23 Meter unter den kritischen Wert gesunken. Ende März war ab einer Tiefe von etwa 21 Metern der Sauerstoffwert unterschritten. Nicht auszuschlie�en sei jetzt bereits, dass mit der beginnenden Frühjahrszirkulation mehr Nährstoffe für die Algenblüte zur Verfügung stünden. Frank Fechner hatte die entsprechenden Untersuchungen auch dem Ausschuss für Bau und Stadtentwicklung in dessen jüngster Sitzung vorgelegt. Die Ausschussmitglieder wollten sich indessen erst tiefer gehend damit beschäftigten, bevor sie eine Stellungnahme abgeben, hie� es mehrheitlich.



