
Bahn-Streckenausbau statt Stilllegung
Der bündnisgrüne Kreisverband kritisiert die Pläne der Deutschen Bahn AG, die Strecke Neustrelitz â?? Mirow stilllegen zu wollen. Statt einer Stilllegung sollten sich alle Kräfte in der Region darauf konzentrieren, die Reise per Bahn für Einheimische und Urlauber attraktiver zu machen. So finden die Anstrengungen zur Wiederbelebung der Strecke nach Rechlin und der Strecke Neustrelitz â?? Feldberg die volle Unterstützung der Bündnisgrünen. Dazu zählt auch, dass die Beschleunigung der Bahn-Strecke Berlin - Rostock endlich entschieden angegangen werden muss. Nur so wird die Anreise mit der Bahn z. B. für Tagestouristen aus Berlin attraktiv.
Mit der Stilllegung wären wichtige touristische Einrichtungen und Dienstleistungen betroffen. So könnten die Gäste der Jugendherberge Mirow 21 nicht mehr umweltfreundlich mit der Bahn anreisen, ebenso wäre das künftige Welcome Centre und der Startpunkt der Fischadler-Linie vom Bahnanschluss abgeklemmt. Die Stillegung steht im Widerspruch zu den Marketing-Aktivitäten der Deutschen Bahn AG im Rahmen von Fahrtziel Natur. Hier empfiehlt das Unternehmen seinen Kunden ausdrücklich die Anreise in den Müritz-Nationalpark per Bahn.
Die Stillegungsphantasien der Deutschen Bahn zeigen, welche negativen Folgen die Privatisierung und der forcierte Börsengang haben.
â??Angesichts anhaltend hoher Spritpreise aufgrund der Situation auf dem Erdölmarkt ist es ein Gebot der Stunde und der ökonomischen Vernunft auf eine starke Bahn zu setzen. Eine weitere Ausdünnung des Streckennetzes steht dazu im Widerspruchâ?? so Hendrik Fulda, Spitzenkandidat für Bündnis 90/Die Grünen für die Landtagswahl.

- Hendrik Fulda, Spitzenkandidat der Landtagswahl 2006


